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Wallbox Auswahl und Installation - alle Informationen für Mieter zur eigenen Ladestation

Du bist Mieter einer Wohnung oder eines Hauses und fährst ein Elektroauto, einen Plug-In-Hybriden oder planst die Anschaffung eines elektrifizierten Fahrzeuges? Dann kennst du sicherlich die Problematik "Wie kann ich als Mieter eine Lademöglichkeit in meiner Garage, Tiefgarage oder Stellplatz schaffen?". Zugegeben es ist nicht leicht, aber wir geben Dir hier eine Schritt für Schritt Anleitung wie Du zu Deinem persönlichen Ladepunkt gelangen kannst.

Wie ist die Rechtslage allgemein als Mieter?

Geregelt wird das Anbringen einer Wallbox durch das  Wohnungseigentumsgesetz (WEG). Bis dato war der Weg des Mieters über einen Antrag beim Eigentümer beziehungsweise der Eigentümerversammlung. Oftmals ist dieser Antrag bei Mehrfamilienhäusern grundlos abgelehnt wurden. 

Im Gesetzes Entwurf von März 2020 räumt die Bundesregierung jedem Mieter ein Anrecht auf Installation eines Ladepunktes am Parkplatz des E-Autos ein. Damit soll das schleppende Wachstum privater Ladepunkte angekurbelt werden. Jeder einzelne Wohnungseigentümer und/ oder Mieter kann dann bei Kostenübernahme einen Ladepunkt installieren lassen. Was der Gesetzesentwurf nicht regelt, ist die Übernahme von Allgemeinkosten bei der Installation, die normale Weise gleichen Teils auf alle Parteien gesplittet werden müssten.

<<< UPDATE vom 21.09.2020 >>>

Der Bundestag hat den Anspruch auf private Lademöglichkeit! final beschlossen und die Änderung des Wohneigentumgesetz sollen ab November 2020 in Kraft treten 
Konkret eröffnet die Gesetzesänderung folgende Möglichkeiten:

➡ Eigentümerversammlung muss den Einbau einer privaten Wallbox zwar weiterhin beschließen, darf jedoch nicht ablehnen
➡ Wohnungseigentümern, die die Wallbox nicht selber nutzen möchten, dürfen keine Kosten entstehen, bedeutet will ein Mieter an seinem Stellplatz laden, muss er die Kosten für die Installation tragen
➡ bauliche Änderungen am Hausstrom dürfen nicht auf alle Eigentümer/ Mieter umgelegt werden, sondern nur auf jene, die künftig aufladen wollen
➡ Ladepunkte sollen an zuweisbaren Stellplätzen angebracht werden, nicht auf frei nutzbaren Stellflächen
➡ das WEG gilt für E-Autos, Zweiräder, Elektro Roller und E-Bikes

Was das konkret für dein Wallbox-Projekt bedeutet, erklären wir in der folgenden Schritt für Schritt Anleitung.

1.) Eigentümer/ Hausverwalter über Wallbox-Vorhaben informieren.

Informiere den Eigentümer am besten mittels einem Brief oder einer Email über Dein Vorhaben. Erkläre die gesonderte Stromabrechnung und die Möglichkeit mit einem separaten Stromzähler die Wallbox dezidiert anrechenbar zu machen. Weise den Eigentümer auch auf seine eigenen Vorteile einer solchen Installation hin. Die Immobilie wird durch den Ladepunkt werthaltiger und zukunftsträchtiger. Vielleicht gelingt auf diesem Weg sogar eine Kostenteilung.

Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern ist der Ansatz mehrere Miet- oder Eigentümerparteien mit Interesse an Ladeinfrastruktur zu bündeln, eine sinnvolle Sache. Fragt in der Hausgemeinschaft nach, ob sich möglicherweise Interessen und später auch Kosten gemeinsam schultern lassen. Sollte es um mehrere Ladepunkte in einer Tiefgarage gehen, ist die passende Technologie ein dynamisches Lastenmanagement. Dieses steuert intelligent gleichzeitige Ladevorgänge an mehreren E-Autos aus, um einem Stromausfall vorzubeugen. 

Durch die oben beschriebene WEG-Änderung beginnend im November 2020 musst du den formalen Antrag beim Eigentümer oder der Eigentümerversammlung stellen. Dieser darf jedoch nicht mehr abgelehnt werden sobald für die Hausgemeinschaft und Unbeteiligte des Ladepunktes keine Kosten entstehen. Entschließt sich demnach eine Mietpartei oder mehrere im Zusammenschluss zur Errichtung von Ladepunkten müssen Sie lediglich die Kosten tragen und einen separaten Stromzähler vorsehen.

TIPP: Kommuniziere für die Installation einer Wallbox zu Hause auch gerne einmal mit deinem Arbeitgeber. Eventuell beteiligt sich dein Unternehmen an den Kosten. Diese gilt aktuell nicht als geldwerter Vorteil. 

 

2.) Eine Frage der Sicherheit

  • Wallboxen und teilweise auch Anschlüsse für mobile Ladestationen sind Starkstromanlagen, deshalb immer von Elektroinstallateuren oder Ladeinfrastruktur-Spezialisten installieren lassen
  • alle unsere Wallboxen verfügen über einen integrierten Fehlerstromschutz
  • alle Wallboxen von E-Autos.de/shop sind für Außenstellplätze geeignet (mindestens Gehäuseschutz IP/54 IK08)
  • alle mobilen Ladestationen  von E-Autos.de/shop sind für Außenstellplätze geeignet (Schutzart IP/44)
  • Zugangsbeschränkung - haben dritte Personen Zugang zur Wallbox? die Autorisierung und Freigabe zum Ladevorgang findet via Smartphone App oder RFID Chipkarte statt. Achtet auf die genauen Beschreibungen in den Produktdetails.
  • bei mehreren Wallboxen in einer Hauseinheit muss die Wallbox den Kommunikationsstandard OCPP (Open Charge Point Protocol) haben, um das dynamische Lastenmanagemet zu ermöglichen. Beispielsweise unsere Wallboxen Easee Home (bis zu 3 parallele Ladepunkte an einer Stromquelle) und Wallbox Easee Charge (bis zu 101 parallele Nebenstellen an einer Stromquelle) eignen sich hier hervorragend um mehrere Ladepunkte in einem Mehrfamilienhaus zu schaffen.

3.) Die richtige Wallbox oder mobile Ladestation auswählen

  • Nutzt Du den Ladepunkt ausschließlich für Dein Elektroauto schau am besten ob eventuell schon eine CEE-Steckdose in der Nähe deines Stellplatzes ist. Hier kannst Du ohne bauliche Maßnahmen mit einer mobilen Ladestation aufladen und danach im Kofferraum mitnehmen. Der Vorteil? Du brauchst keinerlei bauliche Eingriffe vornehmen und kannst dein E-Auto an einer vorhandenen Stromquelle aufladen.
  • Soll es eine fest installierte Wallbox mit Stromabrechnung für einen oder mehrere User sein, dann ...
    • den passenden Steckertypen für dein Elektroauto oder Plug-In-Hybrid auswählen; nutzt gerne auch die Visualisierungen unserer Steckerübersicht
    • die Ladeleistung kann von 7,4 kW (für Fahrzeuge mit Typ 1-Stecker), 11 kW und 22 kW liegen, empfehlenswert ist für Plug-In-Hybride oder kleinere Elektroautos die 11 kW-Variante (nicht genehmigungspflichtig siehe "Netzbetreiber informieren"), für Elektroautos mit großen Batterien ist die 22 kW Wallbox sinnvoll. Wer zukunftsorientiert entscheidet, schafft direkt die 22 kW Wallbox (ist auf 11 kW drosselbar) mit einem marginal höheren Preis an.
    • richtige Kabellänge oder eine Pplug-In-Wallbox: Wo ist der Ladeanschluss eures Elektroautos? Ist der Anschluss am Heck, am vorderen Kotflügel oder an der Nase des Autos? Unter Beachtung der gewünschten Parkrichtung kannst du zwischen 5 Meter und 7 Meter bei Wallboxen mit fest angeschlagenem Kabel wählen. Schau dir hierfür zum Beispiel unsere Wallbox Pulsar Plus oder Wallbox Commander 2 mal an.
    • Sofern du mehrere Elektroautos von einem Ladepunkt aus versorgen möchtest, raten wir zu einer Plug-In-Wallbox. An diesen Wallboxen wird das Elektroauto einfach mit dem externen Ladekabeln  aus dem Kofferraum mit der Wallbox verbunden. Schaut euch speziell unsere Wallbox Copper SB oder unsere brandneuen Easee Wallboxen aus Norwegen an.
    • letztes Kriterium: Wie smart muss meine Wallbox sein? Zunächst sind bis auf die Standard Wallbox PulsarAlle anderen zur Auswahl stehenden Wallboxen im E-Autos.de/shop sind laut Definition "intelligente Wallboxen". Alle Modelle von Wallbox Chargers oder von Easee Wallbox verfügen über Internetzugang (via WiFi, LAN oder 4G SIM-Karte), können mit Stromnetz und Stromversorgern kommunizieren und sind via App oder Software steuerbar.
    • Hin und her gerissen und noch nicht 100-prozentig sicher, dann komm mit den offenen Fragen auf uns zu: shop@e-autos.de oder +49 (0) 351 811 35 095 Wir helfen gern! 😊 🚗 🔋

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4.) Installateur finden und Installationskosten im Griff haben

Hast Du die Zusage zur Installation des Eigentümers und die Wallbox ausgewählt geht es nun um die Installation. Wer installiert die Wallbox? Was kostet die Installation und wer trägt diese Kosten? und welche unsichtbaren Hürden lauern noch bis zum ersten Ladevorgang an der eigenen Wallbox? Hier fassen wir die Schritte und Tipps für dich zusammen:

  • Installationspartner sind klassische Elektroinstallateure oder spezialisierte Partnerunternehmen für Ladeinfrastruktur
  • 1. TIPP: Check von Deinem Parkplatz aus den kürzesten Weg zu einer Stromquelle. Ist keine passende Stromquelle in Sicht kannst Du eventuell mit einem anderen Stellplatzmieter tauschen, um nicht unnötig Kosten für die Kabelverlegung zu erzeugen.
  • die durchschnittliche Installation einer Wallbox inklusive Einweisung dauert ungefähr 4 Arbeitsstunden, sofern der Stromanschluss bereits am Stellplatz anliegt. Im Falle von Mehrfamilienhäusern kommt ein zusätzlicher Stromzähler hinzu, der auf deinen Hausstrom aufgesetzt wird. Für einige Elektriker ist das Thema ebenso neu wie für den Auftraggeber. Passt also auf die Aufwandsabschätzung auf und lasst euch transparent aufschlüsseln welche Kosten neben Arbeitsleistung noch anfallen. Muss zusätzlich ein entsprechendes Stromkabel zum Stellplatz verlegt werden, kommen diese Kosten hinzu. 
  • zur Installation von Wallboxen sind Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) notwendig. Der Gleichstrom-Schutzschalter (FI B-Schalter oder FI A-Schalter mit EV Gleichstromerkennung) ist bei all unseren Wallboxen integriert. Lediglich der FI Typ A-Schutzschalter (Kosten ca. 35,- Euro) muss vom Installateur zwischen Stromquelle und Wallbox geschalten werden. Die Informationen sind für den Installationspartner in den Datenblättern der Wallboxen zugänglich.
  • 2. TIPP: Wallboxen sind anmeldepflichtig!
    • eine Wallbox bis einschließlich 11 kW Ladeleistung muss beim Netzbetreiber oder Energieversorger angezeigt werden
    • eine Wallbox mit einer Ladeleistung von 22 kW muss vom Netzbetreiber oder Energieversorger genehmigt werden
  • Kosten der Installation - Versuche für die gesamten Kosten (Hardware + Installation) einen Kostensplit mit dem Eigentümer zu verhandeln. Es ist unwahrscheinlich, dass Du im Falle eines Umzuges alle getätigten Maßnahmen zurück baust und deine Wallbox abmontierst. Es wäre demnach eine Win-Win-Situation, wenn die Kosten fair verteilt würden. Du kannst dein Elektroauto laden, benötigst keine öffentliche Ladesäule mehr und musst die Kosten nicht gänzlich tragen. Der Eigentümer hat seine Immobilie zukunftsfähig gemacht und musste ebenfalls nicht alleine dafür aufkommen.

5.) Überprüfung und Information an die Hausverwaltung

Dein letzter Schritt nach erfolgreicher Installation einer Lademöglichkeit, ist eine Abnahme durch den Hausverwalter. Dieser muss wissen, wo die Wallbox ist. Testen, ob die Stromabrechnung auf die entsprechende Mietpartei funktioniert und muss das technische Gerät gemäß VDE abnehmen. 

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